Rezepte

Kapuzinerkresse Kren Tropfen

3 Teile Kapuzinerkresse

1 Teil Krenwurzel

Alkohol 40%

Zubereitung: Frische Kapuzinerkresseblätter und –blüten schneiden, Krenwurzel schälen und schneiden, alles in ein Schrubglas geben und mit dem Alkohol bedecken. 4 Wochen ziehen lassen, manchmal schütteln, dann abseihen und in eine dunkle Tropfflasche füllen.

Anwendung: in der Erkältungszeit und bei beginnenden Infekten 2 -3 mal 10 Tropfen pro Tag nehmen

 

Pechsalbe

200 g Olivenöl

80 g Harz von Nadelbäumen

40 g Bienenwachs

Zubereitung: Das Harz im Öl erwärmen und auflösen. Dann abseihen und das Bienenwachs darin schmelzen. Die Temperatur sollte max. 70°C erreichen.

Anwendung: Die Pechsalbe eignet sich bei kleinen Wunden (Schürf-, Schnittwunden), bei Enzündungen, Verspannungen, Schwielen, kalten Füßen.

 

Roggensauerteigbrot unserer Familie

Für ein gutes Roggensauerteigbrot brauchen wir nur Roggenmehl, ein wenig Weizen oder Dinkel, Gewürze, Wasser und, ganz wichtig, Milchsäurebakterien. Diese Milchsäurebakterien schwirren ständig in unserer Umgebung herum, doch wir können sie selbst einfangen und den Sauerteig so von Grund auf selber machen. Andreas hat dieses Rezept ausgetüftelt und bäckt es regelmäßig im Lehmofen.

 

Sauerteigansatz

Zutaten:

9 EL Roggenvollkornmehl

9 EL Wasser

Zubereitung:

Die Zubereitung des Sauerteigansatzes dauert mindestens 3 Tage. Am ersten Tag werden 3 Esslöffel Roggenmehl mit 3 Esslöffel Wasser (Zimmertemperatur) gemischt und in ein Schraubglas gegeben. Die Konsistenz soll etwa die eines Grießbreis sein, so erklärt Brotbotschafterin Roswitha Huber das ihren Schülern. Der Deckel wird nur auf das Glas gelegt und nicht zugeschraubt. Dazu eignen sich Einweckgläser mit Glasdeckel oder Drahtbügelgläser ohne Gummi gut. So kann die Luft aus der Umgebung mit samt den Bakterien hinein.

An den nächsten beiden Tagen werden wieder jeweils 3 Esslöffel Roggenmehl und 3 Esslöffel Wasser eingerührt. Duftet der Sauerteigansatz fein säuerlich und wirft er Blasen, so ist er für das Brotbacken bereit. Er hält auch einige Wochen im Kühlschrank durch oder er kann getrocknet und später mit Wasser wieder aufgeweckt werden.

 

Roggensauerteigbrot

Wenn wir das Roggensauerteigbrot mit Vollkornmehl machen, so haben wir mit jeder Scheibe Brot folgenden Mehrwert gegenüber Auszugsmehl:

die Ballaststoffe als Präbiotikum (die Bakterien freuen sich über das üppige Mahl), Lignane als Phytoöstrogene, Alkylresorcinol (wirkt antithrombotisch, antimutagen und entzündungshemmend), viel vom Vitamin B Komplex und einen ganzen Haufen Mineralstoffe.

Zutaten:

50 g Sauerteigansatz

1,5 kg Roggenvollkornmehl

0,3 kg Dinkel- oder Weizenmehl

1,2 kg Roggenmehl

Wasser

45 g Salz

27 g Kümmel

3 g Schabzigerklee

3 g Anis

15 g Koriander

4 g Kardamom

Zubereitung:

Zuerst geben wir zum Sauerteigansatz 1,5 kg Roggenvollkornmehl und ungefähr gleichviel Wasser, es entsteht ein zäh reißender Teig. Jetzt ist erst einmal Teigruhe angesagt, die sollte etwa 12 Stunden dauern. Dem Teig taugt es bei 20 bis 25°C am besten. Nach dieser Ruhephase nehmen wir etwas Sauerteig weg für den nächsten Backtag. Dann geht’s weiter mit allen anderen Zutaten. Gut mischen und so viel Wasser, dass ein recht weicher Teig entsteht. Am besten machen wir das in einem großen Weidling oder einem Brotschaffel. Und schon wieder möchte der Teig ausruhen, also zudecken und weitere vier Stunden stehen lassen oder solange, bis sich Blasen bilden. Jetzt können wir den Teig in Stücke teilen, je nachdem, wie groß die Brote werden sollen. Diese Teige kneten wir jetzt nur noch leicht, formen sie und legen sie in Brotkörbe. Noch einmal ein bis zwei Stunden darf der Brotteig ruhen, dann kommt er in den heißen Backofen bei 250°C. Schon nach etwa 10 Minuten auf 220°C zurückschalten. Diese abfallende Temperatur immitiert ein wenig den Holzofen. Nach ungefähr einer Stunde ist das Brot fertig. Wenn du auf die Unterseite klopfst klingt es hohl.

Quelle: Andreas Buchart, im Darm-Buch (erscheint im Juni 2017) 

 

Kräuter-Sauerhonig

Zutaten:

0,2 Liter Apfelessig

Kräuter mit Scharfstoffen (zB Kresse, Krenwurzel), Bitterstoffen (zB Engelwurz, Wacholder) und Farbstoffen (zB Ringelblume)

600 g Honig

Zubereitung: Kräuter und Wurzeln in Essig ansetzen und 3 Wochen im Halbschatten ausziehen. Ab und zu schütteln und den Ansatz beobachten. Danach abseihen und mit Honig mischen. Der Sauerhonig wird mit Wasser aufgegossen und ergibt ein erfrischendes Getränk. Er eignet sich auch gut zum Abrunden von Marinaden oder Saucen.

Quelle: Von Hand gemacht (2016)

 

Sauerkraut: im Schraubglas

etwa 1/4 Kopf Weißkraut fein gehobelt, geknetet und mit 2 TL Salz vermengt

abgekochtes Wasser

2 EL Weißwein

4 frische Weinblätter (wenn vorhanden)

½ Liter Schraubglas

Zubereitung:

1. das Schraubglas mit kochendem Wasser desinfizieren

2. gesalzenes Kraut in das Schraubglas schlichten, Weißwein und Weinblätter zufügen. So viel Wasser zugeben, dass das Kraut bedeckt ist, aber noch 2 cm bis zum Rand frei sind als Gärraum

3. Das Glas fest zudrehen und etwa zehn Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nach zwei bis drei Tagen beginnt der Gärprozess und kleine Bläschen steigen auf, es entsteht Druck.

4. Nach zehn Tagen das Glas in einen kühleren Raum stellen (etwa 15°C) und weitere fünf bis sechs Wochen bei 2 bis 10°C fertig gären lassen.

5. Zur Sicherheit das Glas frühestens nach zehn Wochen öffnen. Traditionell sollte das erste Glas Sauerkraut zu Weihnachten geöffnet werden.

Quelle: Von Hand gemacht (2016)

 

 

Kräuter gemixt

zu einem feinen, hellgrünen Trunk

 Grüne Pflanzen fein gemixt sind ein prächtiges Angebot an die Verdauung. Mit geringem Aufwand zieht der Körper so Energie, Nährstoffe und bioaktive Substanzen aus den Pflanzen. Ein wenig Zitronensaft verhindert eine schnelle Oxidation, die wir am Farbumschwung erkennen würden. Dazu noch etwas fermentierte Milch als bekömmliche Eiweißquelle und Banane als Kalium- und Magnesiumzusatz. So entsteht ein genussvolles Getränk, das je nach Kräuterwahl noch eine erwünschte Wirkung hat, in diesem Fall beruhigend.

Zutaten

1 Blattsalat nach Saison

1 Handvoll Melisse und Brennnessel

einige Stängel Schafgarbe, Löwenzahn und Pfefferminze

1 Banane

1 EL Zitronensaft

¼ Liter Apfelsaft

¼ Liter Wasser

¼ Liter Buttermilch

Honig nach Geschmack

Zubereitung

Salat, Kräuter, Banane und Zitronensaft mit etwas Wasser in der Küchenmaschine fein mixen. Dann Apfelsaft, Buttermilch und restliches Wasser zufügen und nochmals eine halbe Minuten auf höchster Stufe pürieren. Ein wenig Honig rundet den Geschmack ab.

Das beruhigende Kräutermixgetränk eignet sich auch als kleine bekömmliche Mahlzeit für zwischendurch.

Quelle: Hausmittel für Innere Ruhe (2016)

 

 

Basilikumwürze

entspannt durch seinen gefälligen Duft

Die Basilikumsole löst die besten Inhaltsstoffe des Krautes heraus, macht sie haltbar und für die kalten Monate verfügbar. Basilikum ist zum Trocknen weniger gut geeignet.

Eine Basilikumsole ist einfach herzustellen und ein praktikables Würzmittel, das sich auch in Pasten, Pürees und dicken Saucen gut verteilt. Sie vermindert Völlegefühl und fördert die Verdauung. Basilikum hat zudem einen günstigen Einfluss bei hohen Blutfettwerten, schützt vor Ablagerungen in den Gefäßen und lässt das Blut gut fließen. Basilikum soll auch eine nervenschützende Wirkung und entspannende Wirkung haben.

Zutaten

2 Hände voll Basilikumkraut frisch

75 g Steinsalz

300 ml Wasser

Zubereitung

Das frische Basilikumkraut klein schneiden und in ein Schraubglas geben, das Steinsalz zugeben und mit Wasser auffüllen. Im Halbschatten drei Wochen ziehen lassen. Dann abseihen, in eine Sprüh- oder Schraubflasche füllen.

Die Basilikumsole einfach auf die fertigen Speisen sprühen.

Quelle: Hausmittel für Innere Ruhe (2016)

 

Brennnesselsirup

Zutaten:

50 etwa 10 cm lange frische Brennnesselspitzen

2 Liter Wasser

70 g Weinsäure

2 kg Zucker

Zubereitung: Das Wasser aufkochen, abkühlen lassen, Brennnesselspitzen und Weinsäure zugeben und über Nacht kühl stellen. Durch dieses Ansetzen ohne Zucker erhalten wir einen leicht rosa gefärbten Sirup mit einem feinen Aroma. Morgens abseihen, ganz kurz aufkochen, denZucker zugeben und unter Rühren auflösen.

 

Hollersprudel

Zutaten:

6 Hollerblütendolden

6 Liter Wasser

1/8 Liter guter Gärungsessig

2 Zitronen in Scheiben geschnitten

600 g Zucker

Zubereitung: Alle Zutaten in ein großes Gefäß füllen, mit einem Tuch abdecken und bei Speisekammertemperatur 2 bis 3 Tage lang stehen lassen. Der Hollersprudel ist dann fertig, wenn er fein säuerlich duftet und schmeckt. Abseihen und kühl stellen. Dieser Sprudel kann auch mit Blüten der Schafgarbe und anderen hergestellt werden.

Quelle: Vergessene Hausmittel

 

Apfelbrot

2 kleine Laibe

Zutaten:                      

1 ½ kg Äpfel, grob geraspelt

250 g Mandeln, grob gehackt

200 g Feigen, grob gehackt

1 Pkg. Lebkuchengewürz

100 g Zucker

100 g brauner Zucker

1/8 l Rum

2 EL Kakao

1 kg Dinkel, fein gemahlen

1 Pkg. Weinsteinbackpulver

Zubereitung: Äpfel, Nüsse, Feigen, Gewürz, Zucker, Rum und Kakao gut mischen und über Nacht rasten lassen.

Am nächsten Tag das Vollkornmehl und das Backpulver dazugeben, gut kneten, zwei Laibe formen und bei 150 bis 160° C etwa 1 ½ Stunden backen.

Frisch schmeckt das Apfelbrot am allerbesten. Tiefgekühlt ist es noch nach Monaten ein Genuss!

 

Zucchinischnitten

1 Backblech

Zutaten:  

3 Eier

¼ l Sonnenblumenöl 

230 g Zucker 

380 g gemahlener Dinkel 

1 TL Weinsteinbackpulver

400 g grob geraspelte, ungeschälte Zucchini

½ TL Zimt

1 Prise Vanille

½ TL Natron

Zubereitung: Das Backrohr auf 175°C vorheizen. Eier, Öl und Zucker schaumig rühren und alle restlichen Zutaten unterheben. Die Masse auf ein Blech streichen und bei 175° C etwa 30 Minuten backen.

Quelle: Gut leben mit Nahrungsmittelallergien (2008)

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