Der Hollersprudel ist ein anfermentiertes, spritziges Getränk, nicht zu verwechseln mit dem Hollersirup, der mit viel Zucker haltbar gemacht wird. In den Hollersprudel kommt nur soviel Zucker, damit die Mikroben gut genährt sind und sich gut vermehren können:
3 Liter kaltes Wasser
3 frische Holunderblütendolden
300 g Rohrohrzucker
60 g Apfelessig
1 unbehandelte Zitrone, in Scheiben geschnitten
Wasser und Zucker in ein großes Gefäß geben und umrühren. Apfelessig, Hollerblüten und Zitronenscheiben dazu geben und das Gefäß mit einem Tuch zudecken. In der Küche oder in einem Raum, der um die 20°C hat, stellen und ungefähr 2 Tage anfermentieren. Dann kann gekostet werden: das Getränk soll angenehm und leicht säuerlich schmecken. Wenn der Geschmack gut ist den Hollersprudel abseihen und in den Kühlschrank stellen. Er ist nur wenige Tage, vielleicht eine Woche, haltbar.
Varianten: auch Rosenblüten, Schafgarbenblüten, Eberraute und andere Kräuter, Blüten und Beeren eignen sich für einen Sprudel. Die Mikrobenkultur in solchen fermentierten Sprudeln ist allerdings nicht so stabil wie in Kombucha oder Kefir. Sie hängt stark von den Mikrobenwolken im Küchen- und Wohnbereich ab.
Wenn sich oben eine samtige Schicht bildet ist das meistens Kahmhefe. Sie entsteht vor allem, wenn es zu warm ist.

