Elektrolyt klingt gleich ganz anders als Mineralstoff, irgendwie wissenschaftlicher und vornehmer. Im kalkigen Wasser, dass in unserem Fermentationszentrum am Kniepass aus der Leitung rinnt, ist viel Kalk. Jetzt könnte man annehmen, dass in der Gegend mit den schroffen Bergen alle besonders gesunde Knochen haben. Das ist aber nicht der Fall. Der Kalk im Wasser, Kalziumcarbonat, ist eine feste Verbindung von Kalzium Ca2+ und Carbonat CO32-. Wir brauchen Säure, um Kalzium aus dieser Verbindung herauszulösen und Elektrolyte daraus zu machen. Ein starker Magen kann das, etwas Zitronensaft oder ein Esslöffel Oxymel. Das Essigwasser mit ein wenig Honig, das wir schon lange als Hausmittel kennen, könnte man auch als Oxymel oder Sauerhonig bezeichnen. Diese Mischung aus Sauer mit ein wenig Süße schmeckt köstlich und hat den Nebeneffekt, dass sie Mineralstoffe löst und zu Elektrolyten macht. Bitterpflanzen verstärken diese Elektrolytwirkung. Wir geben deshalb Löwenzahnwurzel in den Essig, lassen das eine Woche ziehen, dann wird abgeseiht und mit Honig gemischt, ungefähr 1:1. Apfelessig, Honig und Löwenzahnwurzel machen aus dem harten Wasser in den Kalkalpen ein vorzügliches Elektrolytgetränk!
SN 26. Februar 2026
Von Quellwasser und Wildkräutern

