Das muss man sich einmal vorstellen: wir essen alle gut und viel, aber von all dem kommt fast nichts bis in den Dickdarm. Im Dickdarm sitzen unsere Verdauungs-Mitarbeiter und warten auf ihre Mahlzeiten. Sie essen uns nichts weg, sondern verspeisen unverdauliches. Und weil wir meinen, dass unverdauliches unnütz ist, nennen wir es Ballast und haben es fast ganz aus unserem Essen verbannt. Das ganze sperrige Zeug, Schalen, Strünke und Kerngehäuse, essen wir nicht mehr mit.
Das Ergebnis ist eine anhaltende Hungersnot im Dickdarm. Ziemlich alles, was wir essen, wird schon zwischen Mund und Dünndarm verdaut. Die Bakterien im Dickdarm warten und warten und wenn gar nichts kommt essen sie den Darmschleim, der schmeckt ihnen auch. Aber den Darmschleim braucht unser Körper als wichtige Grenzschicht zwischen innen und außen. Wenn die durchgängige Schleimschicht im Dickdarm löchrig wird hat das unangenehme Folgen: es kommen Bestandteile vom Darm ins Blut, die da nicht hinsollen und es entstehen Entzündungen.
Immer wenn wir den Apfel mit Schale, eingeweichte Vollkornhaferflocken, aufgewärmte Erdäpfel oder Linsen essen füttern wir die Darmbakterien. Und die arbeiten für Verdauung, Immunsystem und Psyche und gegen Entzündungen.
SN 26. März 2026

